Tempel Geschichte
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Bereits 1846 gab es in Rheinbach eine kleine Borromäus-Bücherei, die zur Pfarrei St. Martin gehörte. Einen größeren Wirkungskreis erreichte die Bücherei 1978, als die Stadt Rheinbach und die Pfarrgemeinde St. Martin einen Vertrag schlossen und die Literaturversorgung der Bevölkerung gemeinsam verantworten wollten.

Die vielgeliebten Räume in dem denkmalgeschützten Fachwerkhaus am Kirchplatz waren bis 1994 das Zuhause der Öffentlichen Bücherei St. Martin. Steigende Besucher- und Ausleihzahlen und nicht zuletzt die drangvolle Enge machten einen Umzug unumgänglich.

Bevor am 4. Februar 1995 die Bücherei ihre Pforte im neuerrichteten Pfarrzentrum am Lindenplatz neu eröffnen konnte, mussten ca. 20.000 Bücher und Medien verpackt und transportiert und auch wieder ausgeräumt werden.

Aber die Mühe hat sich gelohnt. Die Bücherei kann seitdem ihren Bestand auf ca. 300qm, verteilt auf zwei Ebenen, präsentieren. Zusätzliche Angebote wie Lesekreise, Kreatives Schreiben, Autorenlesungen, Lyrikabende, Vorträge sowie Ausstellungen und Kindertheater können veranstaltet werden (siehe auch Veranstaltungskalender). In den neuen Räumen wurden auch Bereiche der Kommunikation und Stillearbeit eingerichtet werden. So finden Sie eine bequeme Leseecke neben den Zeitschriften, Arbeitsplätze in Fensternähe, für die Jüngsten ein großes Holzhaus mit Spieltisch und für jugendliche Leser eine eigene Sitzecke im Untergeschoss.

Die folgende Statistik zeigt eindrucksvoll wie sich die Bücherei St. Martin von einer kleinen Bücherei mit Literaturversorgungsanspruch zu einem Informationszentrum für alle lesefreudigen und wissensdurstigen Kinder und Erwachsenen entwickelt hat:

Jahr Leser Bestand Entleihungen
1977 870 9.162 10.000
1988 2.700 24.000 96.000
1998 2.451 25.367 98.888
2001 2.362 24.305 97.348
2007 2.025 26.275 100.905
2009 2.038 27.639 95.051


Nach über 20-jähriger Leitung gab Helga Platen 1999 die Verantwortung an Astrid Schulz weiter, die die Umstellung des Bibliotheksbetriebes auf ein edv-gestütztes Ausleihsystem durchführte und den Ausbau der Bücherei zu einem Treffpunkt in Sachen Literatur, Infomationsbeschaffung und Kommunikation fortführte.

Seit 2001 stellt die Bücherei 3 Internetarbeitsplätze bereit, ein Medium, das in unserer Wissensgesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt und eine Ergänzung zur Informationsbeschaffung und Unterhaltung bietet. Auf Wunsch werden Besucher in die Nutzung des Internets und die Recherche nach Infomationen eingeführt.

Um die Freude an Büchern und am Lesen zu wecken, werden Büchereiführungen für Kindergärten und Schulen durchgeführt. Von den Kindergärten stark nachgefragt waren die bereits in 2006 begonnene "Bibliotheksfit-Aktion" für Vorschulkinder, die erfolgreich fortgesetzt wird.

Weitere Leseförderungsaktionen - Vorlesestunden in der Bücherei und in der Gemeinschaftsgrundschule Sürster Weg - wurden 91mal angeboten und erreichten pro Jahr rund 500 Kinder.

Dank der guten Basis aus 2006 - Projekt "Medienboxen - wissen, wo man Wissen findet" und Gewinn des Innovationspreises der Abteilung Medien beim Erzbistum Köln - konnten in 2007 für Schulen und Kindergärten 131 thematische Medienboxen zusammengestellt und verliehen werden, so dass 2027 Medien außerhalb der Bücherei ihre jungen Leserinnen und Leser fanden

Trotz zunehmender Technisierung ist die freundliche und liebenswürdige Atmosphäre in der Bücherei geblieben.

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